So ermitteln Sie Ihr Risikoprofil

Wer Geld anlegen möchte, sollte wissen, welches Risikoprofil zu ihm passt. Machen Sie den Test und finden Sie es heraus.

von Zins24 Wissen      08. Nov. 2024         2 Minuten Lesedauer 

Inhalt:

  • Die meisten Schweizerinnen und Schweizer investieren eher zurückhaltend und verpassen so die Chance auf überdurchschnittliche Renditen.
  • Die Risikobereitschaft wird vor allem durch subjektive Faktoren bestimmt, während die Risikofähigkeit vielmehr von objektiven Einflüssen geprägt ist.
  • Für jedes Risikoprofil gibt es die passende Anlagestrategie – in jedem Fall mindert Diversifikation das Risiko.
  • Erfahren Sie im Test, welches Risikoprofil Ihnen entspricht.
  • Zum Fazit

Trauen Sie sich, nur mit einem Fallschirm gesichert aus einem Flugzeug zu springen? Haben Sie schon einmal eine Anstellung gekündigt, ohne eine Alternative in der Hinterhand zu haben? Wie risikofreudig wir sind, zeigt sich in jedem Lebensbereich – so auch in unserem Anlageverhalten.

Die zurückhaltende Anlagestrategie ist am verbreitetsten

Eine Anlagestudie des Online-Vergleichsdienstes Moneyland aus dem Jahr 2024 verdeutlicht: Die meisten Anlegerinnen und Anleger in Deutschland und in der Schweiz investieren eher konservativ. Privat- und Sparkonto liegen unter den Befragten an der Spitze, obwohl sie nicht als reale Anlageformen, zum Beispiel Immobilien, Rohstoffe oder Dividendenpapiere, gelten, weil sie wenig bis keine Rendite erzielen. Darüber hinaus ist bei 62 Prozent der Deutschen das 3a-Sparkonto besonders beliebt, es folgen Immobilien mit 38 Prozent, Deutsche Aktien mit 36 Prozent und ETFs, mit denen in alle Anlagekategorien investiert werden kann, mit 34 Prozent. Mit ETFs (Exchange-Traded Fund) sind börsengehandelte Fonds gemeint, welche passiv gemanagt werden, sprich einen Index abbilden. ETFs sind wegen ihrer Passivität günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Ob das Anlageverhalten eher konservativ oder aggressiv ist, hängt dabei vor allem von der Risikobereitschaft und der Risikofähigkeit ab. Mit dem Zins24 Financial Personality Test finden Sie heraus, welches Risikoprofil Ihnen entspricht.

Risikobereitschaft und Risikofähigkeit

Unter der Risikobereitschaft verstehen Expertinnen und Experten alle subjektiven Faktoren, die eine Anlagestrategie beeinflussen. Hier sind besonders die persönlichen Präferenzen entscheidend: Welche Anlageform weckt ein Interesse? Welche Werte leiten das Investment? Massgeblich für die Antworten auf diese und ähnliche Fragen sind beispielsweise das Alter, Geschlecht oder der kulturelle Hintergrund einer Person. Diese und weitere Faktoren bestimmen, wie gut Anlegerinnen und Anleger einen finanziellen Verlust emotional verkraften und wie bereit sie sind, sich diesem Risiko auszusetzen.

Die Risikofähigkeit wird hingegen von objektiven Einflussgrössen bestimmt. Wie steht es um Ihre aktuelle finanzielle Situation? Können Sie Verluste während eines bestimmten Zeitraums gut abfedern?  

Kurz gesagt: Die Risikobereitschaft beschreibt, welches Risiko Sie emotional bereit sind einzugehen. Die Risikofähigkeit zeigt wiederum auf, wie sehr Sie finanziell in der Lage sind, ein Risiko einzugehen.

Im Zusammenhang mit dem Risiko ist auch Ihr Anlagehorizont entscheidend. Dieser umfasst die potenzielle Dauer Ihres Investments. Der Anlagehorizont beschreibt zudem die Zeit, die es braucht, um kurzfristige Verluste und Schwankungen der erwarteten Rendite auszugleichen.

Grundsätzlich gilt: Unter sonst gleichen Voraussetzungen können Sie mit einem längeren Anlagehorizont risikoreichere und damit rentablere Anlagen tätigen – also Anlagen mit generell grösseren Schwankungen (höherer Volatilität). Andererseits sollten Sie mit einem kurzen Anlagehorizont risikoärmer investieren.

Auswirkung der Persönlichkeit auf die Risikobereitschaft

Die eigenen bewussten und unbewussten Überzeugungen oder Lebensumstände haben demnach einen grossen Einfluss auf die Art und Weise eines Investments. Einige Menschen sind eher risikofreudig und nehmen dafür auch mögliche Verluste in Kauf. Sie setzen auf Aktien oder investieren in Obligationen, die riskanter, aber auch ertragsreicher sein können. Andere wünschen sich Gewissheit darüber, dass ihre Ersparnisse nicht in Gefahr sind und ihre Anlage über die Jahre hinweg stabile Renditen erzielt. Sie planen das spätere Vermögen vielleicht auch eher für die Altersvorsorge oder grosse Lebensträume ein und wollen – stärker als risikofreudigere Anlegerinnen und Anleger – gewährleistet haben, dass ihr Geld sicher angelegt ist.

Ob gewagt oder eher vorsichtig – ein Restrisiko besteht immer, da jede Anlage Marktschwankungen ausgesetzt ist. Wird das Geld jedoch nicht investiert und beispielsweise nur auf dem Privatkonto verwahrt, ist die Chance auf eine Rendite geringer und das angesparte Vermögen verliert durch die Inflation möglicherweise sogar an Wert. Deshalb ist es wichtig, die richtige Anlagestrategie zum eigenen Risikoverhalten zu finden. Wird diese nicht auf die Risikobereitschaft und -fähigkeit zugeschnitten, sind Anlegerinnen und Anleger schnell unzufrieden, weil die Strategie nicht zur eigenen Persönlichkeit und zu den Lebensumständen passt. Daher lohnt es sich, nicht nur das eigene Risikoprofil zu kennen, sondern sich auch fachkundig beraten zu lassen. So kann Ihnen UBS als Partner zur Seite stehen und gemeinsam mit Ihnen Ihr Risikoprofil und die passende Anlagestrategie ermitteln.

Die richtige Anlageklasse für jedes Risikoprofil

Jede Anlageklasse folgt anderen Regeln und birgt demnach auch ein anderes Risiko für die Anlegerinnen und Anleger. Für sich allein betrachtet haben die bekanntesten Anlageklassen folgendes Risiko:

Unter den Wertpapieren unterliegen Aktien den meisten Schwankungen. Das höhere Risiko sorgt aber auch für höhere Renditechancen. Trotz den häufig schwankenden Kursbewegungen erzielten Aktien der letzten hundert Jahre eine durchschnittliche Wertsteigerung von knapp 7,5 Prozent pro Jahr. Um hier Erfolge zu erzielen, braucht es ein ausgeprägtes Wissen im Finanzsektor und eine hohe Risikobereitschaft. Möchten Sie jedoch in Aktien investieren, obwohl Ihre Kenntnisse noch nicht umfassend sind, hilft Ihnen eine fachkundige Beratung bei einem Partner wie Zins24. Hier wird das Portfolio anhand Ihrer Wünsche und Ihrem ganz eigenen Risikoprofil aufgebaut.

Obligationen sind festverzinsliche Wertpapiere, die vor allem bei sicherheitsorientierten Anlegerinnen und Anlegern eine Alternative zu Aktien sein können. Gegenüber Aktien sind sie verständlicher, leichter kalkulierbar und bieten – je nach Auswahl – die Möglichkeit, das Investmentrisiko zu verringern. Obligationen werden beispielsweise von Unternehmen, Staaten (Staatsanleihen) oder Banken herausgegeben und gelten über eine bestimme Laufzeit hinweg. Wie andere Wertpapiere auch lassen sich Anleihen über ein Depot kaufen und verkaufen. Während der Zeit, in der Sie Obligationen besitzen, überlassen Sie damit dem Herausgeber eine bestimmte Geldsumme, die Ihnen mit Zinsen zurückgezahlt wird.

Die Fonds vereinen zumeist verschiedene Aktien, Anleihen, Rohstoffe oder Ähnliches miteinander und streuen somit auch das Risiko des Investments. Diese Diversifizierung macht viele Fonds besonders für wenig risikoaffine Anlegerinnen und Anleger interessant, da sie Schwankungen besser abfedern als Einzeltitel. Investmentfonds sind für Anlegerinnen und Anleger weniger aufwendig und dadurch flexibler in der Handhabung als ein Portfolio aus einzelnen Aktien, da sie von Fondsmanagerinnen und -managern verwaltet werden. Besonders beliebt sind beispielsweise sogenannte Multi-Asset-Fonds, die verschiedene Anlageklassen wie Aktien und Obligationen auch mit Rohstoffen, Gold oder Immobilien vereinen können. Diese Diversifikation und eine hohe Flexibilität machen Fonds auch für Personen interessant, die über weniger Finanzwissen verfügen. Sie sollten sich jedoch trotzdem darüber informieren, in welche Fondsvariante sie investieren wollen. Je nach Art des Fonds – beispielsweise Aktienfonds oder Immobilienfonds – unterscheidet sich das Risiko .

ETFs (Exchange-Traded Funds) fassen verschiedene Wertpapiere in einem Fonds zusammen und können zu den üblichen Handelszeiten an der Börse gekauft und verkauft werden. Spricht man von ETFs, sind in der Regel Aktien-ETFs gemeint. Sie bilden unterschiedliche Indexe nach, beispielsweise den SMI, den Dow Jones oder DAX. ETFs streuen das Risiko, unterliegen aber den gleichen Wertschwankungen des Indexes. Sie erzielen daher auch dieselbe Rendite, aber auch dieselben Verluste wie dieser. Passiv gelenkte Fonds (Exchange Traded Funds oder Indexfonds) werden nicht von einem Fondsmanager zusammengestellt. Wegen des geringeren Aufwands fallen für Sie niedrigere Gebühren an.

Der Erfolg dieser Anlageklasse in den vergangenen Jahren macht sich auch im Angebot bemerkbar. Waren es zu Beginn fast ausschliesslich Aktien-ETFs, werden mittlerweile auch zahlreiche ETFs für Rohstoffe, Immobilien oder explizit nachhaltige Anlagen gehandelt. Es lohnt sich daher, sich über die infrage kommenden ETFs zu informieren.

Die Machtetipps für jedes Risikoprofil

Für alle Anlegerinnen und Anleger gilt es jedoch, zuerst einmal den Status quo mittels einer Budgetplanung zu ermitteln. Es ist wichtig, zu wissen, welche Einnahmen und Ausgaben aktuell anfallen und in den kommenden Jahren erwartet werden. Nur so kann auch bestimmt werden, welche Anlagestrategie mit Rücksicht auf das eigene Risikoprofil am zielführendsten ist. Um hier die richtige Grundlage zu schaffen, können die Budgetplanung und die darauf basierende Anlagestrategie mit einer fachkundigen Beratung von ZINS24 erfolgen.

Ob gewagt oder eher vorsichtig – ein Restrisiko besteht immer, da jede Anlage Marktschwankungen ausgesetzt ist. Wird das Geld jedoch nicht investiert und beispielsweise nur auf dem Privatkonto verwahrt, ist die Chance auf eine Rendite geringer und das angesparte Vermögen verliert durch die Inflation möglicherweise sogar an Wert. Deshalb ist es wichtig, die richtige Anlagestrategie zum eigenen Risikoverhalten zu finden. Wird diese nicht auf die Risikobereitschaft und -fähigkeit zugeschnitten, sind Anlegerinnen und Anleger schnell unzufrieden, weil die Strategie nicht zur eigenen Persönlichkeit und zu den Lebensumständen passt. Daher lohnt es sich, nicht nur das eigene Risikoprofil zu kennen, sondern sich auch fachkundig beraten zu lassen. So kann Ihnen ZINS24 als Partner zur Seite stehen und gemeinsam mit Ihnen Ihr Risikoprofil und die passende Anlagestrategie ermitteln.

Anlagetipps für eine hohe Risikobereitschaft

Sind Sie gewillt, ein hohes Risiko bei Ihren Investitionen einzugehen? Wichtig ist immer, sich das nötige Wissen zu erarbeiten. Beobachten Sie den Börsenmarkt und alle wichtigen Themen wie Technologie, Umwelt oder das politische Weltgeschehen. Eine hohe Risikobereitschaft und ein Handel mit riskanteren Anlageklassen verlangen insbesondere einen Rundumblick und ständige Wachsamkeit. Selten lässt sich dieses Wissen in Eigenregie erarbeiten. Daher empfiehlt es sich, fachkundige Beratung zurate zu ziehen. Die Finanzexpertinnen und -experten – beispielsweise von Zins24 – kennen alle wichtigen Parameter und können Empfehlungen geben, die auf jahrelanger Erfahrung basieren.

Anlagetipps für eine mittlere Risikobereitschaft

Bei Menschen, die zwischen Risiko und Vorsicht schwanken, lohnt sich ein breiter Blick auf alle Anlageklassen. Diversifikation ist hier das oberste Gebot. Jedes Risikoprofil profitiert letztlich von einer Streuung der Investition.

Behalten Sie Ihr Portfolio im Auge und vermeiden Sie übermässige Anpassungen bei Ihren Kapitalanlagen. Das führt laut Expertinnen und Experten eher dazu, dass der Wert des Portfolios sinkt. Um das Risiko gut zu verteilen, kann eine Diversifikation dazu führen, dass Sie breiter abgestützt sind. Finanzexpertinnen und -experten von Zins24 unterstützen Sie bei der Auswahl der richtigen Anlageklassen.

Anlagetipps für eine geringe Risikobereitschaft

Menschen mit einer geringen Risikobereitschaft setzen oftmals darauf, Geld anzusparen, in dem sie es auf ein Sparkonto oder in eine Versicherung einzahlen. Je nachdem wie viel Zinsen man darauf erhält, kann es mehr werden oder ungefähr gleich bleiben. Der Nachteil hierbei: Durch die Inflation verliert das Ersparte zusehends an Wert. Wer Geld anlegt, ist zwar auch den Schwankungen der Finanzmärkte ausgesetzt. Mit langfristigen und diversifizierten Strategien haben aber auch weniger risikofreudige Sparerinnen und Sparer gewinnbringende Anlageoptionen. Unsere Expertinnen und Experten helfen dabei, die passende Strategie zu finden.

Wissen Sie Ihr Geld in guten Händen

Investieren Sie mitZins24 und entscheiden Sie, wie viel Beratung Sie möchten und welche Entscheidungen Sie lieber selbst treffen. Wir freuen uns auf Sie.

  • Ausarbeiten einer Anlagestrategie
  • Auswählen der passenden Geldanlage
  • Überwachen des Portfolios

Fazit

Wie risikobereit wir sind, entscheidet die Summe aller Erfahrungen in unserem bisherigen Leben – dazu zählen die guten wie auch die schlechten. Mit dem Aufbau eines ersten finanziellen Puffers und dem Festlegen der wichtigen Grundpfeiler im Leben – wie unserer Familienplanung oder der Wohnsituation – verfestigt sich dann auch unsere Risikofähigkeit. Beides kann sich durch wandelnde Umstände oder neue Erfahrungen im Laufe des Lebens ändern. Es lohnt sich also, immer wieder zu hinterfragen, wie es um Ihre Risikobereitschaft und -fähigkeit bestellt ist.

Ob Sie nun gern ein Risiko eingehen und sich dieses Verhalten auch leisten können oder ob Sie finanziell und emotional eher zurückhalten sind – für jedes Risikoprofil gibt es die passende Anlageklasse. Sollten Sie sich unsicher sein, was für Sie und Ihr Profil infrage kommt, lohnt sich die fachkundige Beratung bei Zins24.